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Strandhäuser

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Waldweg

Die Dünen an der Nordseite der Insel Walcheren sind breit und weitläufig. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts bis 1995 wurde hier Trinkwasser gewonnen. Jetzt ist das Gebiet nur noch in Notfällen ein Wassergewinnungsgebiet und die Verwaltung wurde der Stiftung Het Zeeuwse Landschap übertragen. An beiden Seiten des Campingplatzes wurden die ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzflächen in den vergangenen Jahren in Naturgebiete umgewandelt.

In der römischen Zeit fuhren die Römer von dieser Region aus mit dem Schiff nach England. In der Nähe muss sich ein Tempel befunden haben, der der Göttin Nehalennia geweiht war. Fischereischiffe haben in der Vergangenheit häufig vor der Küste Bruchstücke davon aus dem Meer gefischt.

Vrouwenpolder entwickelte sich im frühen Mittelalter bis zur Reformation zu einem wichtigen Wallfahrtsort, da sich dort ein Wunder mit einem Gemälde vollzogen habe. Im Mittelalter fanden auf den Gewässern um die Insel Walcheren herum häufig Seeschlachten und Kämpfe statt. Unsere Vorfahren engagierten sich auch recht kräftig als Kaper. Die Seeroute entlang unserer Strände führte zu den wichtigen Hafenorten Veere und Middelburg. Es wurde mit England, Schottland, Frankreich und den skandinavischen Ländern Handel getrieben. Fischer und Walfischjäger machten sich von hier aus bis zu den Shetland-Inseln und sogar bis nach Island auf.

Im November 1944 war die Insel hart umkämpft, da sie schließlich den Zugang zu dem wichtigen Hafen von Antwerpen freigab. Die Seedeiche wurden bombardiert und der Großteil unserer prächtigen Insel wurde überschwemmt. Oranjezon und Umgebung blieben trocken. Nach Landungen in Vlissingen und Westkapelle wurde über eine Reihe von Tagen hinweg hart gekämpft. Nach etwa einer Woche waren die alliierten Truppen von Westkapelle und Domburg aus bis zum Wald an der Ostseite des Campingplatzes vorgedrungen. In den Dünen von Walcheren und damit auch bei Oranjezon standen überall Bunker und Befestigungen.

Nach dem Krieg wurden nahezu alle Bunker und Befestigungen entweder abgerissen oder sie verschwanden durch die Abtragung im Meer. Dies geschah leider auch mit der militärischen Eisenbahnlinie, die zur Bevorratung der Truppen von Veere aus durch die Dünen von Oranjezon nach Domburg und Westkapelle verlief. Diese Eisenbahnlinie hätte in der heutigen Zeit gut als Strandexpress dienen können.

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